LNW Lebenshilfe NetzWerk GmbH

Einleitung

>Tage der Veränderung<Werkstätte Straden

>Tage der Veränderung< Werkstätte Straden

Die letzten Wochen waren für die Werkstätte Straden voller Tage der Veränderung in einer Zeit der Ungewissheit. Jene KundInnen, die von ihren Angehörigen betreut werden konnten, blieben zu Hause und verbrachten die Coronazeit im Kreise der Familie.

KundInnen, für welche die Möglichkeit der Betreuung zu Hause nicht bestand, verbrachten die letzten Wochen im Wohnhaus Halbenrain und wurden dort tagsüber unter anderem von den AssistenInnen der Werkstätte mitbetreut. Es wurde dabei versucht, nach Möglichkeiten eine neue Arbeitsstruktur aufzubauen und den KundInnen in diesem Zeitraum das Gefühl von Stabilität und Sicherheit zu vermitteln. Daher wurde gemeinsam gekocht, gefilzt, gelernt und gesungen. Bei den täglichen Spaziergängen wurden Wildkräuter gesammelt und anschließend in der Küche zu verschiedensten Köstlichkeiten verarbeitet. Diese Zeit wurde auch genutzt, um die Aktion „Saubere Steiermark“ zu unterstützen und die Umwelt von Müll und Schmutz zu befreien.

Auch für die AssistentInnen der Werkstätte Straden bedeutete die Coronakrise eine Zeit der Ungewissheit, und daher wurde stets Flexibilität seitens der Assistenz gefordert, da sich der Arbeitsbereich neben der Begleitung der KundInnen um einige weitere Faktoren erweitere. So wurde unter anderem die Produktion von Mund-Nasen-Schutzmasken in der Werkstätte gestartet und auch sämtliche administrativen Fähigkeiten in Anspruch genommen.

Die Zusammenarbeit mit KollegInnen oder anderen Standorten wurde primär mittels Telefonate oder Videokonferenzen durchgeführt. Lediglich für Besuchsdienste bei Familien zu Hause, um den Eltern zeitweise Entlastung zu ermöglichen, fanden Treffen mit Personen außerhalb statt.

Voller Elan wurde dann am 4. Mai die Begleitung in der Werkstätte Straden gestartet. Unter Einhaltung aller notwendigen Maßnahmen wird wieder persönliche und individuelle Begleitung angeboten.

Gemeinsam versuchen wir nun, in unseren gewohnten Alltag zurückzufinden und uns Schritt für Schritt der Normalität zu nähern.

Da man Dinge häufig erst schätzen kann, wenn sie einem nicht mehr möglich sind, freuen wir uns über jede Begegnung und Zusammenarbeit, egal ob in der Bücherei, beim Schülerlotsendienst oder bei der Verkaufsmöglichkeit unserer schönen Filzprodukte in der Greißlerei De Merin.

Im Sinne der Inklusion sind wir natürlich für alle zukünftigen Kooperationen und neuen Ideen der Zusammenarbeit offen, um unseren KundInnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Straden zu ermöglichen.

Selbstverständlich würden wir uns auch über einen Besuch in der LH Werkstätte Straden sehr freuen! ​