LNW Lebenshilfe NetzWerk GmbH

Einleitung

Gut – besser – Löwenzahnmarmelade!Ein Bericht aus dem Wohnhaus Halbenrain und über die süße Seite des Frühlings.

Gut – besser – Löwenzahnmarmelade! Ein Bericht aus dem Wohnhaus Halbenrain und über die süße Seite des Frühlings.

Nach 6 Wochen des dauerhaften Zusammenseins, des Lachens und manchmal des Weinens, herzlicher Ereignisse aber auch kleiner Auseinandersetzungen sind wir überrascht, wie gut die BewohnerInnen des Wohnhauses Halbenrain ihren Alltag bisher meistern. Die Stimmung ist nach wie vor sehr gut, die Sehnsucht nach Normalität groß – dennoch wird täglich motiviert an neuen Projekten gearbeitet. In den ersten Wochen war ein Arbeitsschwerpunkt das Filzen, nun wird musiziert und mit Kräutern aus der Natur gearbeitet. Die KundInnen schätzen die Abwechslung, die in der Tagesbegleitung geboten wird, und nehmen die unterschiedlichen Angebote gerne an. Ein Projekt, an dem beinah alle BewohnerInnen beteiligt waren, ist das Herstellen von Löwenzahnmarmelade. Unser Lebensraum schenkt uns momentan unendlich viele Schätze – diese Gelegenheit wollten wir nutzen, um im Einklang mit der Natur etwas herzustellen, das nebenbei bemerkt auch noch ganz schön lecker ist.

Nachdem das Rezept abgetippt wurde, widmeten wir uns der Grundlage für die Löwenzahnmarmelade. Diese ist – wie der Name schon sagt – Löwenzahn. Und davon braucht man jede Menge. Also starteten wir in Windeseile und mit Schüsseln bewaffnet los, um hunderte Löwenzähne für unsere Marmelade zu sammeln. Diese waren am eigenen Grund schnell gefunden, und mit dessen Erlaubnis durften wir sogar in Nachbars Garten „grasen“.

Da uns das Wetter hold war, hat es umso mehr Spaß gemacht, weil die Farben uns noch viel kräftiger erschienen. Anschließend wurde alles Grüne weggeschnitten, bis nur noch die gelbe Blüte übrig war. Für den optimalen Geschmack wird auch eine Zitrone in gleichmäßige Scheiben geschnitten und auf die Blüten gelegt. Anschließend wird das „Werk“ mit Wasser übergossen und aufgekocht. Im nächsten Schritt seihen wir das Blütengemisch durch ein Stofftuch ab. Die daraus gewonnene Flüssigkeit wird mit Gelierzucker nun eine Stunde lang gekocht. Nun noch die Probe aufs Exempel: das Gelee muss zäh vom Löffel tropfen. Ist dies gelungen, kann man nun mit der ersten eigenen Marmelade prahlen! Nun noch in saubere Marmeladegläser füllen und es sich schmecken lassen.

Dieser Versuch ist definitiv gelungen – und richtig lecker. Um alles zu probieren, was man aus Wildpflanzen machen kann, müssten die Ausgangsbeschränkungen noch viele Wochen länger dauern. In dem Fall bevorzugen wir aber die Rückkehr in einen normalen Alltag – obwohl der Ausflug in die Welt des Löwenzahns sehr interessant und lustig war!

Wir wünschen all unseren Lieben eine schöne nächste Zeit – bleibt gesund und passt auf euch auf.

 

„Wer die Blume des Frühlings pflückt, versteht die glücklichste Kunst“

(Ernst Moritz Arndt“)

 

Alles Liebe aus dem Wohnhaus Halbenrain