LNW-Hintergrund

Einleitung

Die Arbeit als Betriebskontakter*inNEBA Betriebsservice

Die Arbeit als Betriebskontakter*in NEBA Betriebsservice

 

 

 

 

 

 

 

 

Manuela Mühlberger-Gombocz

 

Seit Anfang des Jahres bin ich als Betriebskontakter*in in den Bezirken Südoststeiermark, Leibnitz und Deutschlandsberg unterwegs. Das Betriebsservice gehört zu NEBA – Netzwerk berufliche Assistenz und ist ein kostenloses Beratungsangebot für Unternehmen, das vom Sozialministeriumservice initiiert wurde.

 

Wie manche von euch wissen, habe ich von der TaB-Maßnahme BeQu Gnas ins Betriebsservice gewechselt. Dort hatte ich im Rahmen der Praktikumssuche und -betreuung, immer wieder mit Unternehmen zu tun, und manche haben sich auch für eine Anstellung interessiert. In diesem Fall wollten die Firmen natürlich wissen, welche Förderungen es gibt, wie es mit den rechtlichen Rahmenbedingungen oder weiteren Unterstützungsleistungen aussieht. In diesem Zusammenhang haben mir die Kolleg*innen von der Arbeitsassistenz weitergeholfen, die Betriebe aufgeklärt bzw. bei der Übernahme unterstützt.

 

Warum wurde das NEBA Betriebsservice ins Leben gerufen?

Gründe liegen vor allem darin, die Bereitschaft von Betrieben, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen, zu erhöhen. Zurzeit erfüllen nur ca. 21% der Unternehmen ihre Beschäftigungspflicht. Weiters soll den Unternehmen in Zeiten von Arbeitskräftemangel das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial bewusst gemacht werden. Eine weitere Sensibilisierungsmaßnahme soll darauf abzielen, dass es zu einer „Anpassung der Arbeitsplätze an die Menschen“ kommt, da die Anzahl der einschränkten Arbeitskräfte aufgrund von Alter sowie gesundheitlichen Einschränkungen immer mehr steigt. Dadurch sollen zahlreiche neue, nachhaltige Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung akquiriert und bestehende Dienstverhältnisse gesichert werden.

 

Was mache ich nun als Betriebskontakter*in?

Mein Auftrag ist, Unternehmen im Hinblick auf Arbeit und gesundheitliche Einschränkungen zu beraten und zu sensibilisieren.

Die Zusammenarbeit mit der Arbeitsassistenz ist mir erhalten geblieben, da ich nun zum Team der Arbeitsassistenz gehöre. Die Arbeitsassistenz betreut die Kundinnen und Kunden und hilft ihnen, am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, und ich betreue und berate Unternehmen und versuche, sie für die Zielgruppe der Arbeitsassistenz zu begeistern.

Wie mache ich das?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Die Häufigste ist, dass ich proaktiv auf Unternehmen zugehe, sie anrufe, mich vorstelle und in einem persönlichen Gespräch die Unternehmen allgemein über Förderungen, rechtliche Rahmenbedingungen, Recruiting, erfolgreiche Beschäftigung, Barrierefreiheit, usw. informiere.

Manchmal kommt es auch vor, dass Unternehmen auf mich zukommen, weil sie jemanden mit gesundheitlichen Einschränkungen einstellen möchten, um die Ausgleichstaxe zu sparen, sie Lehrlinge brauchen oder der Arbeitsplatz einer Mitarbeiterin bzw. eines Mitarbeiters in Gefahr ist. In diesen Fällen steht meist der Mensch im Fokus, deshalb ist die Zusammenarbeit mit der Arbeitsassistenz so wichtig und macht sichtbar, warum ich im Team der Arbeitsassistenz bin.

Hin und wieder kommt es auch vor, dass andere NEBA-Projekte (AFit, Jugendcoaching, Jobcoaching, Berufsausbildungsassistenz), AMS-Beschäftigungsprojekte oder auch TaB-Maßnahmen Kontakt zu Betrieben aufbauen möchten und ich im Vorfeld allgemein das Unternehmen über die Beschäftigung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen informiere.

 

Deshalb ist die Netzwerkarbeit ein weiterer wichtiger Teil meiner Arbeit, damit so viele Einrichtungen wie möglich wissen, dass es das Betriebsservice gibt und dadurch auch immer mehr Unternehmen von diesem Service erfahren.

Mein Angebot an euch, falls ihr Unterstützung bei Betrieben braucht, um sie zu sensibilisieren oder ihnen allgemeine Informationen zukommen zu lassen: ruft mich gerne an.

Manuela Mühlberger-Gombocz