Einleitung

Zehn Jahre Schülerlotsin Ein inklusives Pilotprojekt

Zehn Jahre Schülerlotsin Ein inklusives Pilotprojekt

Marlies KleinschusterGelebte Inklusion, durch ein Pilot-Projekt, das vor zehn Jahren seinen Anfang nahm.

Frau Marlies Kleinschuster ist seit zehn Jahren aktive Schülerlotsin. Rund 300 Mal hat Sie diesen Dienst ausgeübt und vorwiegend Kinder sicher über die Straße gelotst. Egal bei welcher Witterung, sie ist stets motiviert und freut sich, wenn ihr von den Kindern ein freundliches „Hallo‟ zugerufen wird.

Ausgelöst durch den jährlichen Aufruf von Herrn Otto Lang (ehemaliger Elternvereinsobmann in der Volksschule Straden), griff die Lebenshilfe Werkstätte Straden diese ehrenamtliche Arbeit und die Ausbildung zur Schulwegsicherung, auf. Herr Lang meldete diese Bereitschaft in der Landesverkehrsabteilung Graz. Diskutiert wurde dieses Pilotprojekt sowohl in Graz wie auch in Wien und es wurde zugestimmt.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lebenshilfe Werkstätte Straden begann ein Jahr der Vorbereitung. Mit dem damals für den Fachbereich Schulwegsicherung Zuständigen, Hans Peter Schume, und seinen engagierten Kollegen Karl Baumhakel und Bernd Fürpaß, wurden gemeinsame theoretische Einheiten in der Lebenshilfe Werkstätte Straden und praktische Übungen an der nahegelegenen Kreuzung durchgeführt. Die von der Lebenshilfe begleiteten Menschen mit Unterstützungsbedarf lernten in diesem Jahr eine Menge über das Verhalten im Straßenverkehr.Übungssituation Schulwegsicherung Straden

Seit September 2008 hat die Schülerlotsin Marlies Kleinschuster diesen wertvollen Dienst an der Gesellschaft übernommen und wird von den Assistentinnen der Werkstätte Straden, die zur LNW Lebenshilfe Netz Werk GmbH gehört, begleitet. Dem unermüdlichen Einsatz von Herrn Lang ist es zu verdanken, dass die im Hintergrund erforderliche Organisation des Dienstes so reibungslos funktioniert.

Das Projekt gehört in der Zwischenzeit zu den selbstverständlichen Aufgaben von Frau Kleinschuster und dem Team der Werkstätte Straden. Für die Arbeit in der Lebenshilfe bedeutet das, dass Strukturen geschaffen wurden, damit Frau Kleinschuster mit ihren persönlichen Möglichkeiten, einen Dienst für das soziale Zusammenleben leisten kann und ihre Stärken im Vordergrund stehen. Einbeziehen in das tägliche Leben nach den persönlichen Möglichkeiten, selbstverständlich und normal, jede Sicherung des Schulwegs, ist gelebte Inklusion.